Landwirtschaft

Der Ackerbau

Trecker auf dem Acker

Wir haben auf dem Sophienhof 10 ha Ackerfläche, die wir mit einer 7-jährigen Fruchtfolge bewirtschaften. Als erste Frucht wächst immer Kleegras, darauf folgen Gemüse, Getreide, Kleegras, Kartoffeln, Futtergetreide und schließlich Roggen. Mithilfe vom Mist unserer Tiere und von vielen Zwischenfrüchten versuchen wir, den Humus im Boden langfristig aufzubauen und gleichzeitig das Bodenleben zu fördern.


Grünland

Wir bewirtschaften viel extensives Grünland. Dazu gehören zum einen Flächen, die wir wenig düngen, weil sie wegen Nässe schlecht befahrbar sind, und zum anderen welche, die unter Naturschutz stehen und daher nicht gedüngt werden dürfen. Unsere Kühe pflegen all diese Flächen, indem sie einer Verbuschung vorbeugen und das Gras kurz halten. So haben etwa Bodenbrüter die Möglichkeit, dort ihre Jungtiere aufzuziehen.
Auf den Flächen, die besser befahrbar sind, machen wir auch Heu oder Heulage. Beim Mähen lassen wir stellenweise 10 m lange Streifen stehen, da viele Falterarten und vor allem Heuschrecken allein in den Randstreifen nicht genügend Schutz finden. Außerdem kommen manche Kräuter und seltene Blumen so besser zur Aussamung. Auf diese Weise leisten wir einen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt, der uns persönlich immer wieder erfreut!


Unser Kartoffelanbau

Beim Anbau unserer Kartoffeln achten wir darauf, dass sich die Pflanzen möglichst schnell entwickeln können, indem wir sie relativ spät pflanzen und sie somit nicht durch eine Kälteperiode im Wachstum gehemmt werden. Da wir aufgrund der hohen Niederschlagsrate in einer für Krautfäule prädestinierten Gegend leben, ist das sehr wichtig. Denn schlägt die Krankheit in einem frühen Entwicklungsstadium zu, kann es zu erheblichen Ernteausfällen kommen. Auch durch den Anbau verschiedener Kartoffelsorten versuchen wir, das Risiko von Einbußen zu senken. Da die von uns angebauten Sorten Belana, Linda, Laura und Afra erfahrungsgemäß verschieden auf die von Jahr zu Jahr sehr unterschiedlichen Umwelteinflüsse reagieren, können bessere Erträge einer oder mehrerer Sorten in einer Saison die weniger guten einer anderen Sorte ausgleichen – wobei es sich dann in der nächsten Saison genau andersherum verhalten kann.